Life Magazin, Manfred Cobyn

Das Sinnbild für die westliche Heuchelei oder Fußball Weltmeisterschaft in Qatar

Wir leben in interessanten Zeiten. Wir müssen den Verfall einer Kultur erleben. Der Grund ist seit Jahrtausenden der gleiche: Dekadenz!

Mit der Vergabe der Fußball WM 2022 im Jahr 2010 durch die FIFA wurde vielen klar, mit dem Weltverband und seinem Präsidenten, dem Schweizer Sepp Blatter, kann so einiges nicht stimmen – oder in Zeiten des Kapitalismus nur Geld zählen. Die Frage nur: Geld für wen? Der Gegenkandidat von Qatar war chancenlos, es war Australien.

 

Was wurde nicht alles erzählt, die FIFA, hat gleich heuchlerisch argumentiert wie die Staats- u. Regierungschefs diverser Länder, wenn es um Gas- und Ölimporte geht. „Wandel durch Handel“. Das hat nie funktioniert, im Gegenteil, man hat durch diesen Slogan nur eines ermöglicht: Demokratiefeindliche Länder haben durch Handel aufgerüstet, nicht nur mit Waffen, sondern mit Geld wurden die westlichen Demokratien unterwandert und man gab den Ländern Zeit und Raum sich zu präsentieren und auf der Weltbühne mitzuspielen. Zu deutlich sind noch die Bilder der zwei Paradediktatoren Wladimir Putin und Xi Jinping bei den Olympischen Spielen 2022 in Beijing. Das Ergebnis kennt man.

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Life Magazin, Manfred Cobyn

Sepp Blatter und  Giovanni Vincenzo Infantino. Beide können ihren Hunger stillen

Life Magazin, Manfred Cobyn

Nun ist die Aufregung groß. Die WM wird starten. Allein gab man Qatar schon bei der Jahreszeit nach. Im westlichen Sommer wäre es dort zu heiß gewesen, na verschieben wir für das Geldemirat einfach die Jahreszeiten, kein Problem. Die nötige Infrastruktur für ein „Brot und Spiele“ Tamtam hat es zu Zeiten der Vergabe der WM auch nicht gegeben, geschenkt, wird schon fertig werden in 12 Jahren, Geld spielt ja bekanntlich keine Rolle. Man exportiert Erdöl, und danach ist der Hunger im Westen groß. Man hat nicht gefragt, wer und zu welchen Bedingungen die Metro, Stadien und Prachtbauten errichten wird. Heute wissen wir es. Es regt uns nur bedingt auf. Es wurde sogar von Seiten der FIFA verteidigt.

Life Magazin, Manfred Cobyn
Möge der Beste gewinnen

Irgendetwas dürfte sowieso in der Schweizer Luft liegen. Sepp Blatter verließ im hohen Alter die FIFA. Sein Nachfolger, Giovanni Vincenzo Infantino ist kein Italiener, wie sein Name vermuten lassen würde, nein, er ist ebenfalls Schweizer und steht seinem Vorgänger an Grässlichkeiten, im Amt des Präsidenten der FIFA um nichts nach.

Infantino, der Schröcksnadel des Fußballs, negiert alles, was rund um und mit der Welt passiert, Hauptsache die Kassa stimmt. Umweltsünden? Menschenrechte? Gebrochene Verträge?

Wuascht!

Life Magazin, Manfred Cobyn

Die letzte Farce vor Beginn der Weltmeisterschaft, heute den 20.November 2022, war der Vertragsbruch seitens des Emirats mit dem Bierhändler der FIFA. Es wird nun doch kein Bier in und um die Stadien ausgeschenkt. Außer natürlich im VIP-Bereich, wo auch die Scheichs sitzen. Nicht, dass es so prickelnd ist, vor Spielen angepöbelt zu werden und während der Spiele von Besoffenen vom Spiel abgehalten zu werden. Nein, hier geht’s ums Prinzip. Man hat seitens Qatar die FIFA stringent belogen. Was macht die FIFA in Person seines Präsidenten? Man verteidigt dieses Vorgehen und glaubt von der Sporttribüne aus Weltpolitik mit depperten Vergleichen machen zu dürfen. Sollte sie der exakte Inhalt dieser Pressekonferenz des Schweizers interessieren, können sie dies nachlesen/hören, alleine: dem Wahnsinn eines Mannes bieten das Life-Magazin keine Bühne.

 

Die FIFA ist auch in Sachen Menschenrechten vor den Scheichs stehend K.O. gegangen. Man hat einfach die Regenbogenbinde an den Armen der Mannschaftskapitäne verboten. Aber das ist keine Schwierigkeit, ein Rückgrat wie eine Wollschnur ermächtigt halt nicht unbedingt zum aufrechten Stand.

Mittlerweile wurden mehrere Fälle bekannt, wo das Emirat auch im Bereich der Pressefreiheit seinen Muskel spielen hat lassen. Ausländische Journalisten wurden bedroht und an ihrer Arbeit gehindert.

Life Magazin, Manfred Cobyn
Indische Wanderarbeiter können ihren Hunger nicht stillen

Der FIFA ist das egal

Was der Redakteurin nicht egal ist, ihr Kopf zerbrechen macht, ist die Aufregung gepaart mit Heuchelei. Russland ist böse (ja ist es, die Redaktion hat eine eindeutige Position), man sanktioniert. Man sieht aber kein Problem einem Emirat wie Qatar eine Bühne zu geben, der FIFA die Gelegenheit, permanente Menschenrechtsbrüche, Vertragsbrüche usw. zu verteidigen und schön zu reden.

Wir als kleines österreichisches Magazin wollen ein Zeichen setzen. Wir werden über diese Weltmeisterschaft nicht weiter berichten. Die Mitglieder unserer Redaktion werden, teilweise sehr schweren Herzens, kein Spiel ansehen und auch keine Berichterstattung darüber lesen. Wir trinken auch kein Bier mehr, dass aus Fässern der FIFA-Vertragsbrauerei kommt (ja, wir wissen, man hat auch Anteile an österreichischen Brauereien). Aber gut, das ist die leichteste Übung, weil das Gschloder sowieso nicht schmeckt.

 

Habt Eier in der Hose, beweist die Hochhaltung unserer Werte, Ignoranz der Intoleranz, ein Widerstehen des Bittersüßen.

Life Magazin, Manfred Cobyn

Rainhard Fendrich „Tango Korrupti“ - recommended by Ina Foscari

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Chefredakteurin

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