Das neidliche Thema ORF

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Nun wurden Gehälter von einigen ORF-Mitarbeitern öffentlich, Empörung war die Folge

Robert Kratky möchte “auf eine einsame Insel folgende drei Dinge mitnehmen: eine Angel, ein Messer und ein Feuerzeug. Er möchte keine Schlagzeilen machen”, das steht in seinem Profil bei Ö3. “Jede Art von mangelndem Respekt gegenüber anderen Menschen ist ein “Flop”, so schreibt der 50-Jährige weiter und ist “”psst, ich bin ein Langschläfer”.

Worte eines Teenagers, möchte man meinen, doch der gute Mann verdient viel Geld bei einem öffentlich-rechtlichen Sender. Der Langschläfer muss früh aufstehen und weckt angeblich drei Millionen Hörer. Als ich noch zur Schule ging, weckten mich der großartige Gotthard Rieger, Rudi Klausnitzer und Brigitte Xander. Ihre angenehmen Stimmen habe ich heute noch in den Ohren. Danach ließ ich mich von meinem Wecker wecken, der täglich schrill und laut klingelte.

Ö3 lehne ich schon seit Jahrzehnten ab, da ich die Musik kategorisch ablehnte und kein Sklave der Hitparade sein wollte. Ich hörte lieber Jazz, Funk und ehrlichen Rock’n’Roll, den ich mir in diversen Plattenläden besorgte. Damals konnte man mit Kopfhörern in die neuesten  Vinyl-Schallblatten reinhören; der Chef empfahl mir die Novitäten.

Nun wurde das Gehalt des Wecker-Moderators Kratky öffentlich. Man wusste es schon länger, doch nun stand es schwarz auf weiß in den Aussendungen. Robert hat offenbar gut verhandelt und hat viel Zeit für Nebenbeschäftigungen. Neulich lächelte er von einer Wurstverpackung. Ich habe ihn noch nie gehört, doch scheint er ein Wortgenie zu sein und offenbar viel besser als Gotthard Rieger und Erfinder des Weckers, Rudi Klausnitzer.

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Die Gehälter, die ORF-Mitarbeiter erhalten, hatten mich nie interessiert. Ich kenne einen Kameramann, der mit mir in der Volksschule war und schon Jahrzehnte beim Sender beschäftigt ist. Beruflich haben wir uns immer wieder getroffen; er war sehr stolz auf seinen Gehalt. “Hier ist mein Haus, mein Garten, mein Auto und mein Zweirad.” Der Nachteil: Seine Freundinnen haben ihn immer verlassen, und nun sitzt er alleine in seinem Haus. Den Kontakt zu ihm habe ich abgebrochen; seine Angeberei ging mir auf die Nerven. Er hat sich sehr verändert.

 

Robert Kratky verdient also ein Vielfaches eines normalen Angestellten. Ob er jemals für “Licht ins Dunkel” oder andere Organisationen gespendet hat, ist nicht überliefert. Bekannt ist nur seine jährliche Wohngemeinschaft vor Weihnachten mit anderen Kollegen, die er sicherlich nicht gratis abgesessen hat. Nun möchte der Arme seinen Vertrag nicht mehr verlängern, bedeutet aber, dass er nicht von heute auf morgen geht. Wahrscheinlich gibt es noch eine satte Abfindung.

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Die Neidgesellschaft reagiert jedoch befremdlich. Kratky bekommt Drohbotschaften, und so mancher trachtet nach seinem Leben. Das beruht wahrscheinlich darauf, dass die Neider unfähig sind, ihren faulen Hintern zu erheben und Dinge anzupacken. Wenn man den ganzen Tag zu Hause hockt, Ö3 hört, OE24 schaut und keine Lust hat, einer Beschäftigung nachzugehen, da es viel praktischer ist, Mindestsicherung zu beantragen. Diese faulen Neidhammel sollen gefälligst ihre pervertierten Botschaften unterlassen.

Soll Robert Kratky verdienen, was immer er möchte, solange er einen Chef hat, der seine Schecks unterschreibt. Der ORF hat viel Geld zu verschenken, da er von der öffentlichen Hand gefüttert wird. Scheinbar gehen sich unverschämte Gehälter für einige Mitarbeiter aus. Der Großteil der Angestellten verdient laut KURIER etwa 91.000 € brutto im Jahr. Sollte das stimmen, bezahlen sie aber an die 30.000 € Sozialversicherung und Lohnsteuer pro Jahr. Keine geringe Summe, die unserem Sozialsystem zugeführt wird. Da gehen sich pro Monat locker zwei Sozialhilfe-Auszahlungen aus. Ist aber Milchmädchenrechnerei, die Wahrheit ist etwas komplizierter.

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Den ORF zu privatisieren halte ich für keine gute Idee. Stellt euch vor, Medienmogul Wolfgang Fellner übernimmt das Unternehmen und sein „Kasperljournalismus“ wird öffentlich-rechtlich. Filius Niki moderiert in ORF2 alle gefälligen Nachrichten, etwas verzerrt in Dauerschleife, natürlich alles exklusiv, aktuell und live, unterbrochen von „Breaking News“, wo man nichts Neues erfährt. Na dann, gute Nacht “tu felix Austria”.

Es gibt gute Gründe, warum öffentlich-rechtliche Sendeanstalten wie der ORF existieren. Sie sind eine wichtige Säule der Demokratie. Der Sender sollte jedoch noch transparenter werden. Für die Befindlichkeiten einiger Journalisten ist kein Platz, und ihre politische Gesinnung ist vollkommen uninteressant. Eine Ausnahme ist Armin Wolf; er steht auch auf der Liste, ist jedoch jeden Cent wert. Vor kurzem stellte sich Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zum Interview und wurde von Wolfs Recherchen und Wissen überrascht. Er vermied es, Fragen zu beantworten, stammelte Unsinn und wirkte sehr durstig. Dies war eine journalistische Meisterleistung, die Armin Wolf bot.

Doch der ORF gehört endlich entpolitisiert. Es kann nicht sein, dass Politiker aller Couleur ständig Einfluss nehmen möchten, vor allem da die Zuseher den Sender auch mitfinanzieren, sei es mit Steuergeldern oder einer monatlichen Gebühr. Auf jeden Fall hat der ORF Berechtigung auf sein Sein, man muss ihn halt wieder etwas mehr entstauben.

Pulp – „Common People“

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